Richtlinie zum Leverage

Die Richtlinie ist Eigentum von Skilling Ltd. (früher Finovel Cyprus Ltd.). Die vollständige oder teilweise Vervielfältigung in irgendeiner Weise, einschließlich der Vervielfältigung in zusammengefasster Form, der Neuauflage in anderer Weise und jeder Änderung des Originalhandbuchs oder einer übersetzten Version ist strengstens untersagt und nur mit vorheriger, schriftlicher Zustimmung von Skilling Ltd. zulässig.

Autorisiert und reguliert durch die Cyprus Securities and Exchange Commission unter der CIF-Lizenznummer 357/18.

Skilling Limited (nachfolgend das "Unternehmen", "wir", "unser") wird sich bemühen, unseren Kunden (nachfolgend der "Kunde", "Sie", "Ihr"), in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften, außerbörslich ("OTC") Differenzkontrakte ("CFDs") zur Verfügung zu stellen. Sie bestätigen, verstehen und stimmen hiermit den folgenden Bestimmungen zu.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Diese Richtlinie wird erstellt gemäß und in Übereinstimmung mit den Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/65/EG über Märkte für Finanzinstrumente ("MiFID II"), den EU-Verordnungen über Märkte für Finanzinstrumente ("MiFIR II") und dem Gesetz der Republik Zypern über Wertpapierdienstleistungen und -tätigkeiten sowie geregelte Märkte, das die MiFID II in zyprisches Recht umgesetzt hat.

Darüber hinaus steht diese Richtlinie im Einklang mit den von der CySEC, gemäß den Leitlinien, herausgegebenen Rundschreiben und/oder dem Frage- und Antwortdokument der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ("ESMA") in Bezug auf die Bereitstellung von CFDs und anderen spekulativen Produkten an Privatanleger im Rahmen der MiFID.

Umfang

Ein fairer Umgang mit unseren Kunden ist für unsere Unternehmenskultur, unser Ethos und unsere Einstellung von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen ist verpflichtet, im Umgang mit unseren Kunden ehrlich, fair, professionell und im besten Interesse unserer Kunden zu handeln. Vorbehaltlich der Bestimmungen von Abschnitt 5(c) dieser Richtlinie wird das Standardhebellimit für Privatkunden auf 30:1 festgelegt.

Das Unternehmen sollte das Leverage zum Wohle des Kunden einsetzen. Die Verwendung des Leverage durch das Unternehmen sollte daher wie folgt geschehen:

  1. Kapitalbasis und Finanzkraft des Unternehmens

Das Unternehmen muss sich stets an den regulatorischen Rahmen der Eigenkapitalanforderungen halten. Die seinen Kunden erlaubten Hebelverhältnisse dürfen dabei in keiner Weise die Einhaltung der im jeweiligen regulatorischen Rahmen festgelegten Mindestkapitalanforderungen behindern. 

  1. Risikobereitschaft und Risikomanagement des Unternehmens

Das Unternehmen befolgt die Risikomanagementrichtlinien und -verfahren, die die Risiken im Zusammenhang mit Aktivitäten, Prozessen und Systemen des Unternehmens identifizieren, durch die der Prozentsatz der für seine Kunden zulässigen Hebelverhältnisse festgelegt wird. Das Unternehmen stellt sicher, dass die den Kunden erlaubten Hebelverhältnisse stets im Einklang stehen mit der Risikobereitschaft und der Risikomanagementpolitik des Unternehmens. 

  1. Anlageklasse und Instrumentenmerkmale

Um den unterschiedlichen Risiken und Schwankungen in den verschiedenen Anlageklassen und Vermögenswerten Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen die von ihm angebotenen Vermögenswerte in die im Dashboard des Kunden genannten Kategorien mit den entsprechenden maximalen Hebelverhältnisse eingeteilt, die den Kunden unter Berücksichtigung aller in dieser Richtlinie genannten Faktoren zur Verfügung gestellt werden können. 

  1. Finanzielle Kenntnisse und Erfahrungen der Kunden

Das Unternehmen berücksichtigt die Kenntnisse und Erfahrungen der Kunden, bevor es einem Kunden erlaubt, Leverage zu nutzen. Insbesondere erhalten alle Privatkunden das Standardhebellimit von 30:1 (es sei denn, das maximal zulässige Leverage für einen bestimmten Vermögenswert ist niedriger als 30:1, wie auf dem Dashboard des Kunden angegeben). Wenn ein Kunde ein höheres Leverage erhalten möchte, sollte der Kunde eine Anfrage an das Unternehmen richten.

Wenn der Kunde im Angemessenheits- und Finanzwissenstest scheitert oder nicht als geeignet angesehen wird, wird der Kunde aufgefordert, mit unserer Akademie und/oder einem Demokonto zu beginnen, bevor er mit echtem Geld handeln kann.

  1. Schutz vor Negativsalden

Das Unternehmen hat eine Richtlinie für den Schutz vor negativen Salden erlassen, durch die im Fall, dass aufgrund von Ausfällen und/oder extrem volatilen Marktbedingungen ein negativer Saldo auf dem Trading-Konto des Kunden entsteht, eine entsprechende Anpassung vorgenommen wird, um den gesamten negativen Betrag zu decken. 

  1. Marginausgleich

Das Unternehmen wird den Marginausgleichsschutz auf Privatkundenkonten anwenden, die offene CFD-Positionen aufweisen. Es ist eine Margin von bis zu 50% erforderlich, bei der das Unternehmen eine oder mehrere Positionen automatisch zu Marktpreisen schließt, wenn das Ausgleichsniveau erreicht wird. Darüber hinaus begrenzt die Anwendung der Ausgleichsregel bei einer Margin von 50% das Risiko eines erheblichen Verlusts eines Privatkunden, wenn die Summe der Gelder auf dem Trading-CFD-Konto und die nicht realisierten Nettogewinne aller offenen CFDs, die mit dem Konto des Kunden verbunden sind, auf weniger als die Hälfte des gesamten anfänglichen Marginschutzes (Anforderung) für alle diese offenen Geschäfte auf CFDs fällt. 

  1. Einschussschutz

Der Einschussschutz wird auf Privatkundenkonten angewendet, die CFD-Positionen halten. Das Hebellimit schützt den Privatkunden, indem es ihn verpflichtet, einen minimalen Einschuss zu zahlen, um CFDs zu handeln, und begrenzt das Risikopotenzial des vom Kunden zu investierenden Geldbetrags. Der Einschussschutz kann die Wahrscheinlichkeit von Kundenverlusten verringern, verglichen mit denjenigen, die zu erwarten wären, wenn der Kunde CFDs mit einem höheren Leverage handeln würde. 

  1. Beschränkung der Anreize

Beschränkung der Anreize für den Handel mit CFDs. Dem Privatkunden sollten keine direkten oder indirekten Zahlungen, monetären oder ausgeschlossenen nicht-monetären Vorteile im Zusammenhang mit der Vermarktung, dem Vertrieb oder dem Verkauf von CFDs gewährt werden, mit Ausnahme der Gewinne, die auf den vom Unternehmen bereitgestellten CFDs ausgewiesen werden. Solche vorstehenden Marketingfunktionen und Verkaufstechniken,  um CFDs Kunden anzubieten, beinhalten Boni und reduzierte Kosten (z.B. Spreads oder Gebühren), insbesondere für Kunden, die Geld auf das Konto einzahlen oder ein bestimmtes Handelsvolumen ausführen. 

  1. Standardisierte Risikowarnung mit spezifischem Format

Eine standardisierte Risikowarnung mit spezifischem Format, einschließlich des Prozentsatzes der Verluste auf CFDs, wird bei Privatkunden eingeführt. Jede direkte oder indirekte Mitteilung an und/oder veröffentlichte Informationen, die Privatkunden im Zusammenhang mit der Vermarktung, dem Vertrieb oder dem Verkauf von CFDs zugänglich sind, muss die entsprechenden Risikowarnungen enthalten, um den geltenden gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Solche Risikowarnungen sollen einem Privatkunden helfen, eine fundierte Entscheidung über den Handel mit CFDs zu treffen, da es sich um ein Hochrisikoprodukt handelt, das eher zu einem Verlust als zu einem Gewinn führt. 

  1. Kategorisierung

10.1. Erfahrene Privatkunden sind Kunden, die in unserem Angemessenheitstest Bestnoten erhalten und zufriedenstellende Kenntnisse und Erfahrungen im Handel mit komplexen Finanzinstrumenten, wie CFDs, nachweisen. Alle Kunden, die aufgrund ihrer Ergebnisse im Angemessenheitstest als erfahren gelten, erhalten ein Standardhebellimit von 30:1. Erfahrene Privatkunden haben die Möglichkeit, die Hebelverhältnisse, die sie unter Berücksichtigung der Obergrenzen handeln, die wir auf der Grundlage unserer internen Grundsätze der Risikobereitschaft und Toleranz sowie des maximal zulässigen Leverages für die jeweilige Kategorie von Vermögenswert anwenden können, zu ändern. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, zusätzliche Hebelstufen einzuführen. Wenn ein Kunde einen höheres Leverage wünscht, kann das Standardhebellimit erhöht werden, sofern eine solche Erhöhung aufgrund des Profils des Kunden gerechtfertigt ist. 

10.2. Privatkunden ohne Erfahrung sind Kunden, die den Angemessenheitstest nicht bestehen. Diese Kunden werden auf Bildungstools, Webinare oder Demo-Handelsplattformen mit dem Ziel verwiesen, das Wissen und die Erfahrung des Kunden beim Handel mit CFDs oder anderen spekulativen Produkten zu verbessern. Dem Kunden ist es nicht gestattet, auf einem Real-Konto zu handeln, wenn er nicht den Angemessenheitstest für den Handel auf Real-Konten besteht. Das Unternehmen sollte anschließend einen weiteren Angemessenheitstest durchführen, bevor es festlegt, ob das Produkt oder die Dienstleistung für den Kunden geeignet sind. 

Wenn ein Privatkunde begrenzte oder keine tatsächlichen Erfahrungen im Handel mit CFDs nachweist, unabhängig davon, ob der Kunde den Angemessenheitstest bestanden hat oder nicht, kann es im besten Interesse des Kunden sein, wenn das Unternehmen den Kunden auf Bildungstools, Webinare oder Demokonten verweist, um seine Kenntnisse und Erfahrungen im Handel mit CFDs oder anderen spekulativen Produkten zu verbessern. Abhängig von den Kenntnissen und Erfahrungen des Kunden im Handel auf bei uns registrierten Demo-Konten kann das Hebelverhältnis jeglicher einzelnen Transaktion für einen bestimmten Zeitraum begrenzt werden, d.h. auf ein wesentlich niedrigeres Niveau, basierend auf den aufsichtsrechtlichen oder den internen Risikomanagementrichtlinien des Unternehmens und dem maximal zulässigen Leverage für die jeweilige Kategorie von Vermögenswerten. 

  1. Ändern des Standardhebellimits

Falls ein erfahrener Privatkunde sein vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes maximales Hebellimit erhöhen oder verringern möchte, kann dies automatisch über das Dashboard oder die Trading-Plattform unter den Kontoeinstellungen erfolgen. Falls ein erfahrener Privatkunde ein höheres Leverage als das Standardhebellimit von 30:1 beantragen möchte, kann der Kunde das ebenso unter den Kontoeinstellungen ändern und ein höheres Hebellimit wählen, das jedoch dem Kunden erst gewährt wird, wenn das Unternehmen die in Abschnitt 10 dieser Richtlinie genannten Faktoren bewertet und diesen Antrag entsprechend genehmigt oder ablehnt hat. 

Wenn ein Kunde beispielsweise 50% des maximalen Hebellimits wählt, bedeutet dies, dass das Hebellimit 50% des maximal zulässigen Hebellimits beträgt, wie auf dem Dashboard des Kunden angegeben. 

  1. Neue Trader

Das Unternehmen begrenzt das Hebellimit eines neuen Kunden auf maximal 30:1. Der Handel mit einem sehr hohen Hebelverhältniss ist einer der häufigsten Fehler bei neuen Händlern. Bis der Kunde erfahrener wird, empfiehlt das Unternehmen dem Kunden daher, mit einem niedrigeren Hebelverhältniss zu handeln. Die über die Kunden des Unternehmens gesammelten Informationen werden in einer Weise verwendet, die im besten Interesse des Kunden liegt. 

  1. Überprüfung der Richtlinie

13.1. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, diese Richtlinie nach eigenem Ermessen zu überprüfen und/oder zu ändern, wann immer es dies für richtig oder angebracht hält, und die überarbeitete Richtlinie auf die Webseite des Unternehmens hochzuladen. 

13.2. Ihre fortgesetzte Nutzung unserer Dienste nach einer Benachrichtigung über solche Änderungen stellt Ihre Anerkennung und Zustimmung zu solchen Änderungen dieser Richtlinie und Ihre Zustimmung, an die Bedingungen dieser Änderungen gebunden zu sein, dar.

 

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