Leverage-Richtlinie

Die Richtlinie ist Eigentum von Skilling Ltd. (früher Finovel Cyprus Ltd.). Die vollständige oder teilweise Vervielfältigung in irgendeiner Weise, einschließlich der Vervielfältigung in zusammengefasster Form, der Neuauflage in anderer Weise und jeder Änderung des Originalhandbuchs (V.03) oder einer übersetzten Version ist strengstens untersagt und nur mit vorheriger, schriftlicher Zustimmung von Skilling Ltd. zulässig. Diese Richtlinie wurde zuletzt im Januar 2019 aktualisiert.

Lizenziert und reguliert durch die Cyprus Securities and Exchange Commission unter der CIF-Lizenznummer 357/18.

Skilling Limited (nachfolgend das "Unternehmen", "wir", "unser") wird sich bemühen, unseren Kunden (nachfolgend der "Kunde", "Sie", "Ihr"), in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften, außerbörslich ("OTC") Differenzkontrakte ("CFDs") zur Verfügung zu stellen. Sie bestätigen, verstehen und stimmen hiermit den folgenden Bestimmungen zu.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Diese Richtlinie wird erstellt gemäß und in Übereinstimmung mit den Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/65/EG über Märkte für Finanzinstrumente ("MiFID II"), den EU-Verordnungen über Märkte für Finanzinstrumente ("MiFIR II") und dem Gesetz der Republik Zypern über Wertpapierdienstleistungen und -tätigkeiten sowie geregelte Märkte, das die MiFID II in zyprisches Recht umgesetzt hat.

Darüber hinaus steht diese Richtlinie im Einklang mit den von der CySEC, gemäß den Leitlinien, herausgegebenen Rundschreiben und/oder dem Frage- und Antwortdokument der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ("ESMA") in Bezug auf die Bereitstellung von CFDs und anderen spekulativen Produkten an Privatanleger im Rahmen der MiFID.

Umfang

Ein fairer Umgang mit unseren Kunden ist für unsere Unternehmenskultur, unser Ethos und unsere Einstellung von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen ist verpflichtet, im Umgang mit unseren Kunden ehrlich, fair, professionell und im besten Interesse unserer Kunden zu handeln. Vorbehaltlich der Bestimmungen von Abschnitt 5(c) dieser Richtlinie wird das Standardhebellimit für Privatkunden auf 30:1 bis 2:1 festgelegt und kann je nach Volatilität des zugrunde liegenden Finanzinstruments variieren.

Das Unternehmen sollte das Leverage zum Wohle des Kunden einsetzen. Die Verwendung des Leverage durch das Unternehmen sollte daher wie folgt geschehen:

  1. Kapitalbasis und Finanzkraft des Unternehmens

Das Unternehmen muss sich stets an den regulatorischen Rahmen der Eigenkapitalanforderungen halten. Die seinen Kunden erlaubten Hebelverhältnisse dürfen dabei in keiner Weise die Einhaltung der im jeweiligen regulatorischen Rahmen festgelegten Mindestkapitalanforderungen behindern. 

  1. Risikobereitschaft und Risikomanagement des Unternehmens

Das Unternehmen befolgt die Risikomanagementrichtlinien und -verfahren, die die Risiken im Zusammenhang mit Aktivitäten, Prozessen und Systemen des Unternehmens identifizieren, durch die der Prozentsatz der für seine Kunden zulässigen Hebelverhältnisse festgelegt wird. Das Unternehmen stellt sicher, dass die den Kunden erlaubten Hebelverhältnisse stets im Einklang stehen mit der Risikobereitschaft und der Risikomanagementpolitik des Unternehmens. 

  1. Anlageklasse und Instrumentenmerkmale

Um den unterschiedlichen Risiken und Schwankungen in den verschiedenen Anlageklassen und Vermögenswerten Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen die von ihm angebotenen Vermögenswerte in die im Dashboard des Kunden genannten Kategorien mit den entsprechenden maximalen Hebelverhältnisse eingeteilt, die den Kunden unter Berücksichtigung aller in dieser Richtlinie genannten Faktoren zur Verfügung gestellt werden können. 

  1. Finanzielle Kenntnisse und Erfahrungen der Kunden

Das Unternehmen berücksichtigt die Kenntnisse und Erfahrungen der Kunden, bevor es einem Kunden erlaubt, Leverage zu nutzen. Insbesondere erhalten alle Privatkunden das Standardhebellimit von 30:1 (es sei denn, das maximal zulässige Leverage für einen bestimmten Vermögenswert ist niedriger als 30:1, wie auf dem Dashboard des Kunden angegeben). Wenn ein Kunde ein höheres Leverage erhalten möchte, sollte der Kunde eine Anfrage an das Unternehmen richten.

Wenn der Kunde im Angemessenheits- und Finanzwissenstest scheitert oder nicht als geeignet angesehen wird, wird der Kunde aufgefordert, mit unserer Akademie und/oder einem Demokonto zu beginnen, bevor er mit echtem Geld handeln kann.

  1. Schutz vor Negativsalden

Das Unternehmen hat eine Richtlinie für den Schutz vor negativen Salden erlassen, durch die im Fall, dass aufgrund von Ausfällen und/oder extrem volatilen Marktbedingungen ein negativer Saldo auf dem Hanelskonto des Kunden entsteht, eine entsprechende Anpassung vorgenommen wird, um den gesamten negativen Betrag zu decken. 

  1. Marginausgleich

Das Unternehmen wird den Marginausgleichsschutz auf Privatkundenkonten anwenden, die offene CFD-Positionen aufweisen. Es ist eine Marge von bis zu 50% (entspricht 200% des "verwendeten Guthabens" des Kunden) erforderlich, bei der das Unternehmen eine oder mehrere Positionen automatisch zu Marktpreisen schließt, wenn das Ausgleichsniveau erreicht wird. Darüber hinaus begrenzt die Anwendung der Ausgleichsregel bei einer Marge von 50% (entspricht 200% des "verwendeten Guthabens" des Kunden) das Risiko eines erheblichen Verlusts eines Privatkunden, wenn die Summe der Gelder auf dem CFD-Handelskonto und die nicht realisierten Nettogewinne aller offenen CFDs, die mit dem Konto des Kunden verbunden sind, auf weniger als die Hälfte des gesamten anfänglichen Marginschutzes (Anforderung) für alle diese offenen Geschäfte auf CFDs fällt. 

Die Marginausgleich ist auf der Handelsplattform ersichtlich und berechnet sich wie folgt: Verwendete Margin/Kontostand = 200% Stop-Out (Äquivalent, Kontostand/Marge = 50% Stop-Out).

  1. Einschussschutz

Der Einschussschutz wird auf Privatkundenkonten angewendet, die CFD-Positionen halten. Das Hebellimit schützt den Privatkunden, indem es ihn verpflichtet, einen minimalen Einschuss zu zahlen, um CFDs zu handeln, und begrenzt das Risikopotenzial des vom Kunden zu investierenden Geldbetrags. Der Einschussschutz kann die Wahrscheinlichkeit von Kundenverlusten verringern, verglichen mit denjenigen, die zu erwarten wären, wenn der Kunde CFDs mit einem höheren Leverage handeln würde. 

  1. Beschränkung der Anreize

Beschränkung der Anreize für den Handel mit CFDs. Dem Privatkunden sollten keine direkten oder indirekten Zahlungen, monetären oder ausgeschlossenen nicht-monetären Vorteile im Zusammenhang mit der Vermarktung, dem Vertrieb oder dem Verkauf von CFDs gewährt werden, mit Ausnahme der Gewinne, die auf den vom Unternehmen bereitgestellten CFDs ausgewiesen werden. Solche vorstehenden Marketingfunktionen und Verkaufstechniken, um Kunden CFDs anzubieten, beinhalten Boni und reduzierte Kosten (z. B. Spreads oder Gebühren), insbesondere für Kunden, die Geld auf das Konto einzahlen oder ein bestimmtes Handelsvolumen ausführen. 

  1. Standardisierte Risikowarnung mit spezifischem Format

Eine standardisierte Risikowarnung mit spezifischem Format, einschließlich des Prozentsatzes der Verluste auf CFDs, wird bei Privatkunden eingeführt. Jede direkte oder indirekte Mitteilung an und/oder veröffentlichte Informationen, die Privatkunden im Zusammenhang mit der Vermarktung, dem Vertrieb oder dem Verkauf von CFDs zugänglich sind, muss die entsprechenden Risikowarnungen enthalten, um den geltenden gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Solche Risikowarnungen sollen einem Privatkunden helfen, eine fundierte Entscheidung über den Handel mit CFDs zu treffen, da es sich um ein Hochrisikoprodukt handelt, das eher zu einem Verlust als zu einem Gewinn führt. 

  1. Kategorisierung

10.1. Erfahrene Privatkunden sind Kunden, die in unserem Angemessenheitstest Bestnoten erhalten und zufriedenstellende Kenntnisse und Erfahrungen im Handel mit komplexen Finanzinstrumenten, wie CFDs, nachweisen. Alle Kunden, die aufgrund ihrer Ergebnisse im Angemessenheitstest als erfahren gelten, erhalten ein Standardhebellimit zwischen 30:1 und 2:1, abhängig vom Basiswert des CFD. Erfahrene Privatkunden haben die Möglichkeit, die Hebelverhältnisse, die sie unter Berücksichtigung der Obergrenzen handeln, die wir auf der Grundlage unserer internen Grundsätze der Risikobereitschaft und Toleranz sowie des maximal zulässigen Leverages für die jeweilige Kategorie von Vermögenswerten (siehe Tabelle unten) anwenden können, zu ändern.

Wenn ein Kunde ein höheres Leverage wünscht, kann das Standardhebellimit von 30:1 bis 2:1 erhöht werden, sofern eine solche Erhöhung auf der Grundlage des Kundenprofils gerechtfertigt ist und die Bedingungen der geltenden Gesetze erfüllt sind.

Es ist zu beachten, dass erfahrene Privatkunden eine höhere Hebelwirkung beantragen können, indem sie im Anschluss an die Kontoeröffnung einen schriftlichen Antrag zur Umkategorisierung zum "Elective Professional" (vom Privatkunden) an uns senden. Alle Anforderungen der geltenden Gesetze müssen erfüllt werden.

10.2. Privatkunden ohne Erfahrung sind Kunden, die den Angemessenheitstest nicht bestehen beziehungsweise eine zu geringe Punktzahl erreichen. Diese Kunden werden auf Bildungstools, Webinare oder die Demo-Handelsplattform mit dem Ziel verwiesen, das Wissen und die Erfahrung des Kunden beim Handel mit CFDs oder anderen spekulativen Produkten zu verbessern.

Das Unternehmen wird den unerfahrenen Kunden zusätzlich eine explizite Risikowarnung übermitteln und somit die Kunden darüber in Kenntnis setzen und die Zustimmung darüber einholen, dass wir die Wertpapierdienstleistung oder das Produkt für den Kunden als ungeeignet eingestuft haben.

Wir werden Aufzeichnungen über die Kunden führen, die die gegebene Risikowarnung gelesen und akzeptiert haben, sowie darüber, ob wir die Aufforderung des Kunden, unter den oben genannten Umständen mit dem Handel auf echtem Konto fortzufahren, trotz Nichtbestehen des Bewertungstests akzeptiert haben.

Wenn das Unternehmen dem Privatkunden trotz der gegebenen Risikowarnung ein Echtgeldkonto gewährt, bleibt der Hebel auf einen Wert begrenzt, der auf der nachfolgenden Tabelle oder den internen Risikomanagementrichtlinien des Unternehmens basiert.

10.3. Leverage-Einstellungen
Nachdem die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) am 1. Juni 2018 offiziell Produktinterventionen und Maßnahmen zu CFDs verabschiedet hat, stellt das Unternehmen sicher, dass alle Privatkunden, die während des Onboarding-Prozesses die entsprechenden Kenntnisse und Erfahrungen nachweisen können, die folgenden maximalen Hebeleinstellungen auf ihrem Konto erhalten:


 

Retail Clients (Privatkunden)

Elective Professional Clients

Vermögenswert

Neues maximales Leverage

Margin-Anforderung

Neues maximales Leverage

Margin-Anforderung

Hauptwährungspaare

1:30

3.33%

1:100

1% 

Andere Währungspaare

1:20

5%

1:100

1% 

Gold

1:20

5% 

1:100

1% 

Hauptindizes

1:20

5% 

1:100

1% 

Andere Indizes

1:10

10% 

1:100

1% 

Rohstoffe

1:10

10%

1:100

1% 

Aktien

1:5

20% 

1:10

10% 

Kryptowährugen

1:2

50% 

1:2

50% 

Die Kommission („CySEC“) fordert aufgrund des ESMA-Beschlusses 2018/796 die Einführung eines niedrigeren Hebeleffekts für Privatkunden von maximal 30: 1 bis 2: 1, der je nach Volatilität des zugrunde liegenden Vermögenswerts variieren kann. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, mit oder ohne vorherige Ankündigung an Sie, niedrigere Hebelwerte aufgrund von Unternehmensereignissen, politischen Ereignissen und/oder allgemeinen extremen Marktbedingungen, die erhebliche Auswirkungen auf die offenen Positionen des Kunden haben können, anzuwenden. Nach Möglichkeit werden wir Sie mindestens zwei (2) Tage vor einer solchen Änderung benachrichtigen, damit Sie die von Ihnen als angemessen erachteten Maßnahmen ergreifen können.

  1. Ändern des Standardhebellimits

1. Um die geltenden Gesetzte einzuhalten, ist es Unternehmenspolitik, dass Privatkunden mit einem maximalen Hebel zwischen 30:1 und 2:1, abhängig vom zugrunde liegenden Vermögenswert, handeln. 
2. Wenn ein erfahrener Privatkunde mit einem höheren Leverage, als dem in der obigen Tabelle angegebenen maximalen Wert handeln möchte, muss eine solche Anfrage schriftlich eingereicht werden.
3. Es kann erforderlich sein, dass wir Sie als "Elective Professional Client" neu einstufen, jedoch nur in Bezug auf die Dienstleistungen oder Transaktionen, für die Sie als professioneller Kunde behandelt werden können, damit Sie mit einem höheren Leverage handeln können, und
4. Das Unternehmen bietet Privatkunden, die sich dafür entscheiden als Elective Professional Client behandelt zu werden, einen höheren Hebelwert von 100:1 für alle Anlageklassen (mit Ausnahme von CFDs auf Aktien - 10:1 und CFDs auf Kryptowährungen - 2:1). Das Unternehmen genehmigt solche Anträge in Übereinstimmung mit der Kundenkategorisierungsrichtlinie des Unternehmens, und die Hebelwirkung kann so angepasst werden, wie in den Geschäftsbedingungen festgelegt oder falls zutreffend, wie zwischen dem Unternehmen und dem professionellen Kunden vereinbart. Weitere Informationen werden dem "Elective Professional Client" zur Verfügung gestellt, sobald der Antrag von der Compliance-Abteilung des Unternehmens genehmigt wurde.
5. Wenn ein Kunde einen Antrag zur Änderung der Hebelwirkung Stellt, erhebt das Unternehmen keinerlei Kosten oder Gebühren für die Umsetzung der Änderungen.

  1. Wichtiger Hinweis für Privatkunden

Das Unternehmen begrenzt die Hebelwirkung von Privatkunden auf ein Maximum von 30:1 bis 2:1, abhängig vom zugrunde liegenden Vermögenswert gemäß den Bestimmungen der geltenden Gesetze. Handeln mit einem hohen Leverage ist einer der häufigsten Fehler, die von neuen Tradern begangen werden.
 
Daher empfiehlt das Unternehmen dem Kunden, mit einem niedrigeren Leverage zu handeln, bis der Kunde mehr Erfahrung gesammelt hat. Die über die Kunden des Unternehmens gesammelten Informationen werden in einer Weise verwendet, die im besten Interesse des Kunden liegt.

Bitte beachten Sie, dass die Hebelverhältnisse in einigen Ländern, unabhängig von der Kundenkategorisierung oder dem Ergebnis des Angemessenheitstests, möglicherweise geringer ausfallen. Angesichts des grenzüberschreitenden Charakters bei der Erbringung von Anlagetätigkeiten hat die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) befristete Maßnahmen für das Angebot von CFDs festgelegt, um ein einheitliches Anlegerschutzniveau in der gesamten Europäischen Union zu gewährleisten (EU), um die Bestimmungen von Artikel 40 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 (MiFIR II) einzuhalten.

Wir empfehlen Ihnen, unsere Kundenkategorisierungsrichtlinie sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig zu lesen, um Ihre Verpflichtungen zu verstehen.

 

  1. Überprüfung der Richtlinie

13.1. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, diese Richtlinie nach eigenem Ermessen zu überprüfen und/oder zu ändern, wann immer es dies für richtig oder angebracht hält, und die überarbeitete Richtlinie auf die Webseite des Unternehmens hochzuladen. 

13.2. Ihre fortgesetzte Nutzung unserer Dienste nach einer Benachrichtigung über solche Änderungen stellt Ihre Anerkennung und Zustimmung zu solchen Änderungen dieser Richtlinie und Ihre Zustimmung, an die Bedingungen dieser Änderungen gebunden zu sein, dar.

 

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